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Ermittungsgruppe „Groupe 68“ bei der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg eingerichtet

Datum: 14.08.2025

Mannheim: Spätestens seit dem 1. Juni 2025 wurde im Stadtgebiet Mannheim eine Häufung von Anzeigen von teils schweren Raub- und Erpressungsdelikten im öffentlichen Raum festgestellt.

Diese  Häufung gipfelte zum einen am  5. Juli 2025 in einem versuchten Tötungsdelikt im Bereich des Swanseaplatzes, bei welchem ein 21-Jähriger mit einem Messer schwer verletzt wurde; zum anderen in einer gefährlichen Körperverletzung durch eine lebensgefährdende Behandlung am 13. Juli 2025 im Bereich der Straße Auf dem Sand, bei welcher ein 36-Jähriger aus einer 11-köpfigen Personengruppe heraus mit gefährlichen Gegenständen schwer verletzt wurde. 

Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Mannheim der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg führten zu einer Gruppierung von jungen Männern im Alter zwischen 16 und 23 Jahren, welche in wechselnder Besetzung Raub- und Gewaltdelikte im Stadtgebiet Mannheim begangen haben sollen. Hierbei war ein stetiger Anstieg der Gewaltbereitschaft zu verzeichnen.  

Aufgrund der Notwendigkeit von umfassenden Ermittlungen zu den bis zu diesem Zeitpunkt bekannt gewordenen Raub-, Erpressungs- und Gewaltdelikten mit dem örtlichen Schwerpunkt der Mannheimer Stadtteile Innenstadt, Jungbusch und Schwetzingervorstadt wurde zum 16. Juli 2025 bei der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg die Ermittlungsgruppe „Groupe 68“ eingerichtet.  

Die bisherigen Ermittlungen des Kriminalkommissariats Mannheim erhärteten den Tatverdacht gegen die in den Fokus geratene, etwa 20-köpfige männliche Personengruppe. Die Angehörigen dieser Gruppe stehen im Verdacht,  unter wechselnder Beteiligung schwerwiegende Straftaten begangen zu haben. Zum aktuellen Zeitpunkt konzentriert sich die Arbeit der Ermittlungsgruppe auf 23 entsprechende Delikte, wenngleich von einer weitaus höheren Anzahl von Straftaten ausgegangen werden muss. 

Aufgrund der Ermittlungen der „Groupe 68“ konnten bislang gegen sechs Personen aus dieser Gruppierung auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim Haftbefehle beim Amtsgericht Mannheim erwirkt werden. Alle sechs Haftbefehle wurden durch den zuständigen Haft- und Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Mannheim in Vollzug gesetzt. Drei weitere Personen der Gruppierung befanden sich aufgrund anderweitiger Ermittlungsverfahren bereits in Untersuchungshaft. 

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim und der Ermittlungsgruppe des Polizeipräsidiums Mannheim dauern weiter an. Es ist davon auszugehen, dass sich weitere einschlägige Taten im Stadtgebiet Mannheim ereigneten, welche bislang noch nicht polizeilich zur Anzeige gebracht wurden.

Geschädigte entsprechender Taten werden gebeten, sich beim kriminalpolizeilichen Hinweistelefon unter der Nummer 0621 174-4444 zu melden oder Anzeige bei einer Polizeidienststelle ihrer Wahl zu erstatten. 


Dienstgebäude L 4, 15 in 68161 Mannheim
Telefon: 0621 292-7106 — Telefax: 0621 292-7120

Pressestelle des Polizeipräsidiums Mannheim
Telefon: 0621 174-1111

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