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Überfall auf 22-Jährigen in Mannheim – Staatsanwaltschaft Mannheim erhebt Anklage wegen versuchten Totschlags u. a.

Datum: 10.09.2019

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen zwei zur Tatzeit 18-jährige Männer deutscher und kosovarischer Staatsangehörigkeit Anklage zum Landgericht Mannheim – Jugendkammer – wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und weiterer Delikte erhoben.

Den Angeschuldigten liegt nach den Ermittlungen im Wesentlichen folgender Sachverhalt zur Last:

Die beiden Angeschuldigten trafen sich nach vorheriger Verabredung am Abend des 31.05.2019 kurz vor 20:30 Uhr mit dem später Geschädigten in Mannheim, um von diesem eine kleinere Menge Cannabis zu kaufen. Während sich ein Angeschuldigter nach dem genauen Gewicht einer ihm vom Geschädigten übergebenen Betäubungsmittelprobe erkundigte, zog der zweite Angeschuldigte entsprechend des gemeinsamen Tatplans ein Messer und hielt es dem Geschädigten an den Hals. Er forderte den Geschädigten auf, alle seine mitgeführten Betäubungsmittel herauszugeben. Dem Geschädigten gelang es, das Messer zur Seite zu schlagen. Als der Geschädigte zugleich versuchte, sich von den Angeschuldigten zu entfernen, versetzte ihm einer der Angeschuldigten – wie zwischen den Angeschuldigten für diesen Fall zuvor abgesprochen – einen Stich in die Brust, welcher einen Lungenflügel des Geschädigten traf. Die Angeschuldigten nahmen dabei den Eintritt einer tödlichen Verletzung mindestens billigend in Kauf. Dem Geschädigten gelang es zu flüchten, wobei ihm sein Mobiltelefon aus der Tasche fiel. Dieses nahm einer der Angeschuldigten an sich, während sich der andere noch im Besitz der ihm als Probe übergebenen Betäubungsmittel befand. Der Geschädigte wurde durch den Stich in den Lungenflügel lebensgefährlich verletzt, konnte aber durch eine Notoperation gerettet werden.

Die Angeschuldigten befinden sich seit ihrer Festnahme am 07.06.2019 in Untersuchungshaft. Ein Hauptverhandlungstermin ist bislang nicht bekannt.

Hintergrund:

Gemeinsame Pressemitteilung vom 14.06.2019


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